Erdbestattungen

Information: In der Bundesrepublik besteht Bestattungszwang, der in den Bundesländern durch Gesetze und Verordnungen festgelegt ist. Dem Bestattungszwang unterliegen alle menschlichen Leichen und Totgeburten.

Auf den Friedhöfen unterscheidet man zwischen folgenden Grabstätten:

Reihengräber

Reihengräber sind Grabstätten für Erdbestattungen, die der Reihe nach belegt und im Todesfall für die Dauer der Ruhezeit (ca. 20 Jahre) zugewiesen werden. In jedem Reihengrab darf nur eine Person bestattet werden. Ein Wiedererwerb oder Verlängerung des Nutzungsrechtes an einem Reihengrab ist nicht möglich.

Wahlgräber

Wahlgräber sind Grabstätten für Erdbestattungen, an denen auf Antrag ein Nutzungsrecht für die Dauer von 20 bis 30 Jahren verliehen wird. Es wird unterschieden zwischen ein- und mehrstelligen Wahlgrabstätten, als Einfach- oder Tiefgräber. Die Wahlgrabstätte kann nach Ablauf des Nutzungsrechtes wieder verlängert werden.

Pflegefreies Grab

Einige Friedhöfe sind mittlerweile mit so genannten "pflegefreien" Reihengräbern ausgestattet. Die Angehörigen können eine Beisetzung durchführen ohne eine Pflegeverpflichtung für die Grabstelle zu übernehmen. Hier wird die Pflege von der Friedhofsverwaltung übernommen. Zusätzlich kann die Grabstätte mit einem Gedenkstein versehen werden.

Anonyme Bestattung

Die anonyme Bestattung wird je nach Friedhofssatzung mit Sarg oder Urne auf einem Gemeinschaftsfeld durchgeführt. Eine Kennzeichnung der Grabstätte ist nicht gestattet. Die Teilnahme an einer anonymen Beisetzung ist in den meisten Städten oder Gemeinden ebenfalls nicht möglich.